In eigener Sache

Über diesen Blog

Kein Journalismus. Eine Zuneigung mit Absätzen.

Der Blog heißt „Ausverkauft is“. Über den Namen habe ich zwei Jahre gebraucht, dabei stand er die ganze Zeit an jedem Kiosk und in jedem Zug Richtung Stadion. Es gibt kein Wort, das den Zustand besser trifft: Die Karten sind weg, der Laden ist voll, mehr geht nicht.

Das Logo oben links ist genau das. Der Sitzplan von oben, als Pixelgrafik, 338 Kästchen, jedes ein Platz, alles verkauft. Wer genau hinschaut, erkennt den Grundriss: vier freistehende Tribünen, keine durchgehende Schüssel, dazu die offenen Ecken. Nur ein Platz auf der Westtribüne, knapp unter der Mittellinie, hat eine andere Farbe. Der ist meiner.

/Worum es hier geht

Um Geschichten. Es gibt genug Seiten, auf denen Spielernoten verteilt, Ablösesummen gegengerechnet und Trainer nach vier Spieltagen entlassen werden. Hier stehen Geschichten – über Spieler, über Abende, über Leute, die für diesen Verein gearbeitet haben. Das ist keine journalistische Haltung, das ist eine Fanhaltung, und ich halte sie für vollkommen legitim, solange man sie dazusagt.

Was ich mir dabei verbiete: Dinge zu erfinden. Alles, was hier an Daten, Ergebnissen und Zahlen steht, ist nachgeschlagen. Die Meinung drumherum gehört mir allein.

/Wer das schreibt

Jahrgang 1986, aufgewachsen in Dortmund, seit 1994 im Stadion. Schreibt hier über einen Verein, bei dem er nie die Wahl hatte.

Über meinem Bett hing ein Starschnitt von Stéphane Chapuisat. Auf dem Schulweg haben wir die Aufstellung gerufen. Am 17. Juni 1995 saß ich auf dem Schoß meines Vaters, als nach 32 Jahren die Schale wieder nach Dortmund kam. Und im April 2013 ist mir beim Tor von Felipe Santana die Brille kaputtgegangen. Mehr Lebenslauf braucht es hier nicht.

/Warum die Seite so aussieht

Die Farbwelt kommt vom Heimtrikot der Saison 1993/94: Neongelb, V-Kragen, Nike, Continentale auf der Brust – und diese zerrissene schwarze Grafik, die über Schulter und Ärmel lief. Keine gleichmäßigen Streifen, sondern Balken in unterschiedlicher Länge und Stärke, mit Lücken dazwischen. Genau so sind die Flächen hier auf der Seite gebaut. Das Trikot, in dem diese Mannschaft losgelaufen ist, bevor 1995 alles anders wurde.

Ein Zugeständnis an heute habe ich mir erlaubt: Das grelle Neongelb von damals ist durch das Gelb ersetzt, das der Verein inzwischen verwendet. Es soll ja nach Erinnerung aussehen, nicht nach Kostümverleih.

Und weil andere Seiten an dieser Stelle zwischen hell und dunkel wählen lassen, gibt es hier oben rechts den Trikotwechsel. Zweite Option ist das Auswärtstrikot derselben Saison: pinke Grundfarbe, dieselbe schwarze Grafik auf Schulter und Ärmel, schwarzer V-Kragen. Ein Ding, das 1993 vermutlich die halbe Liga irritiert hat und heute Sammlerpreise erzielt.

Der eine Platz im Logo trägt übrigens immer das jeweils andere Trikot. Im Heimschema ist er pink, im Auswärtsschema gelb. Sonst würde man ihn nicht finden, und darum geht es ja.

Dies ist eine private Fanseite und steht in keiner Verbindung zu Borussia Dortmund. Alle Vereins- und Markenrechte liegen bei ihren jeweiligen Inhabern.